Welchen PC brauche ich zum Emulieren? Anforderungen je System und der passende Mini-PC für Ihren Arcade-Automaten

Bartop-Arcade-Automat von hinten mit eingebautem PC, in der Werkstatt

Wenn Sie einen Computer in Ihren Arcade-Automaten einbauen möchten, stellt sich sofort die Frage: Welchen PC brauche ich, um das zu emulieren, was ich spielen will? Für Metal Slug brauchen Sie keinen Rechner für 2.000 Euro, aber wenn Sie PlayStation 2, Wii U oder PS3 im Blick haben, reicht auch nicht irgendetwas.

In diesem Ratgeber gehen wir System für System vor: welcher Emulator verwendet wird, was er laut seinen eigenen Entwicklern mindestens verlangt und welcher Mini-PC genügt, um ihn in einem Bartop flüssig laufen zu lassen. Wenn Sie noch nicht sicher sind, ob ein PC, ein Raspberry Pi oder eine Pandora das Richtige für Sie ist, beginnen Sie mit Welches System für den Arcade-Automaten? und kommen Sie hierher zurück, wenn Sie sich entschieden haben.

Drei Dinge, die wichtiger sind als die Grafikkarte

Fast alle Hardware-Ratgeber zur Emulation ordnen die Rechner nach dem Speicher der Grafikkarte. Das ist ein Fehler: Beim Emulieren gibt in Wahrheit der Prozessor den Ausschlag.

1. Der Prozessor – und vor allem, wie schnell jeder einzelne Kern ist

Ein Emulator muss den Prozessor der Originalkonsole nachbilden, und der Großteil dieser Arbeit läuft über einen einzigen Thread. Deshalb ist die Geschwindigkeit pro Kern wichtiger als eine hohe Kernzahl. Die Emulatoren sagen es selbst: PCSX2 (PS2) und Azahar (3DS) geben ihre Anforderungen mit dem Single-Thread-Wert von PassMark an, und Dolphin (GameCube und Wii) verlangt eher „hohe Taktfrequenz und hohe Leistung pro Taktzyklus“ als viele Kerne.

Ein anschauliches Beispiel: Die AMD FX-6300 und FX-8350 haben sechs bzw. acht Kerne, aber jeder einzelne davon ist langsam. Der FX-6300 bleibt unter dem Minimum von PCSX2, und der FX-8350 kratzt gerade so daran, während ein Intel Core i5-4590 aus derselben Zeit es deutlich übertrifft.

2. Bei integrierter Grafik muss der RAM im Dual-Channel-Betrieb laufen

Mini-PCs und Ryzen-Prozessoren mit integrierter Grafik haben keinen eigenen Videospeicher: Sie nutzen den Arbeitsspeicher des Systems. Mit nur einem Speichermodul steht der Grafik nur die halbe Bandbreite zur Verfügung. In den Tests von Notebookcheck leistete eine Radeon 780M mit nur einem Modul fast 40 % weniger als der Durchschnitt. RPCS3 (PS3) verlangt ausdrücklich 16 GB im Dual-Channel-Betrieb.

Faustregel: Wenn Sie einen Mini-PC kaufen, sollte er zwei RAM-Module haben oder einen freien Steckplatz für das zweite. Vorsicht bei Intel N100 und N150: Sie haben bauartbedingt nur einen Speicherkanal, und daran ändert auch ein zweites Modul nichts.

3. Die Grafik muss Vulkan unterstützen

Viele aktuelle Emulatoren laufen mit Vulkan oder mit modernen Versionen von DirectX und OpenGL besser – oder überhaupt nur damit. Die integrierten Grafikeinheiten Intel HD 2000, 3000 und 4000 (Core-Prozessoren der 2. bis 4. Generation) unterstützen unter Windows kein Vulkan, und Dolphin unterstützt die Modelle vor der HD 4000 nicht. Ein alter Büro-PC reicht für Retro-Spiele, bleibt aber bei vielen 3D-Emulatoren außen vor.

Anforderungen zum Emulieren der einzelnen Systeme

Die Anforderungen in jedem Abschnitt stammen aus der offiziellen Dokumentation des jeweiligen Emulators (die Links finden Sie am Ende). Die Emulatoren veröffentlichen keine Listen mit Mini-PCs, daher ist die Zeile „Ausreichender Mini-PC“ unsere eigene Einschätzung: Wir haben ihre Anforderungen mit den PassMark-Werten der einzelnen Prozessoren abgeglichen.

Klassisches Arcade: MAME und FinalBurn Neo

Das wird auf einem Arcade-Automaten am meisten gespielt: Arcade-Spiele von Capcom (CPS1 und CPS2), Neo Geo, Konami, Taito …

  • Minimum: MAME verlangt einen 64-Bit-Prozessor mit SSE4.2-Befehlen und Windows 10 in 64 Bit. Aktuelle MAME-Versionen starten nicht mehr auf einem Core 2 Duo oder einem Phenom.
  • Achtung bei 3D: MAME berechnet 3D-Spiele per Software, also mit dem Prozessor. Deshalb verlangen 3D-Arcade-Spiele deutlich mehr als 2D-Titel.
  • Ausreichender Mini-PC: ein Intel N100 für alles in 2D; für die 3D-Titel in MAME besser ein Ryzen mit Radeon 780M.

8- und 16-Bit-Konsolen: RetroArch

NES, Super Nintendo, Mega Drive oder Master System laufen auf praktisch jedem Computer. Mehr Leistung kosten zwei Extras, die auf einem Arcade-Automaten sehr zu empfehlen sind:

  • Run-ahead: verringert die Verzögerung zwischen dem Drücken der Taste und der Aktion auf dem Bildschirm. Dafür berechnet RetroArch jedes Frame mehrmals; je mehr Frames Sie vorausberechnen lassen, desto mehr Prozessorleistung wird verbraucht.
  • CRT-Shader: ahmen die Zeilen und das Leuchten eines Röhrenmonitors nach. Die aufwendigeren, etwa crt-royale, belasten die Grafik stark; die eigene Dokumentation warnt, dass sie mit den Standardeinstellungen für fast jede Grafikkarte ein Problem sind.
  • Ausreichender Mini-PC: ein N100 mit Run-ahead von ein oder zwei Frames und einem leichten CRT-Shader. Für crt-royale in 1080p ein Ryzen mit 780M.

PlayStation 1: DuckStation

  • Minimum: 64-Bit-Prozessor mit SSE4.1 und Grafik mit OpenGL 3.1 oder Vulkan. Der Entwickler sagt wörtlich, dass etwas genügt, das „schneller als eine Kartoffel“ ist.
  • Ausreichender Mini-PC: jeder N100, selbst bei höherer Auflösung.

Nintendo 64

In RetroArch nutzt man den Core Mupen64Plus-Next oder ParaLLEl; außerhalb von RetroArch Rosalie’s Mupen GUI oder gopher64 (simple64 wird seit 2025 nicht mehr weiterentwickelt).

  • Minimum: Der originalgetreueste Modus, ParaLLEl-RDP, braucht eine Grafik mit Vulkan 1.1. Laut seinem Entwickler läuft er auf integrierten Grafikeinheiten besonders gut.
  • Ausreichender Mini-PC: ein N100 im normalen Modus; für ParaLLEl mit höherer Auflösung ein Ryzen 5 5600U oder besser.

Dreamcast, Naomi und Atomiswave: Flycast

Hierzu gehören viele Sega-Arcade-Spiele aus den 2000ern, etwa Marvel vs. Capcom 2 oder Dead or Alive 2. Flycast veröffentlicht keine Mindestanforderungen; der Emulator läuft mit Vulkan oder OpenGL.

  • Ausreichender Mini-PC: ein N100 in Originalauflösung oder doppelter Auflösung.

Sega Model 2 und Model 3

Daytona USA, Virtua Fighter 2, Sega Rally 2 oder Scud Race.

  • Model 2 wird mit Model 2 Emulator emuliert, einem 32-Bit-Windows-Programm, das seit 2014 nicht mehr aktualisiert wird. Es ist genügsam: Ein N100 reicht.
  • Model 3 wird mit Supermodel emuliert, das für 60 fps „einen modernen 64-Bit-Prozessor und eine Grafikkarte der Mittelklasse“ verlangt. Der Prozessor der Originalplatine, die Grafikeinheit und die Bedienoberfläche laufen im selben Thread, daher entscheidet die Geschwindigkeit pro Kern. Ausreichender Mini-PC: ein Ryzen 5 5600U oder besser.

Wenn Sie statt eines PCs einen Raspberry Pi verwenden: Recalbox bewältigt auf dem Raspberry Pi 5 bereits einen guten Teil von Model 3. Mehr dazu in Recalbox 10.1: Neuerungen.

PSP und Nintendo DS: PPSSPP und melonDS

  • PSP: Laut PPSSPP läuft der Emulator auf „so gut wie jedem PC der letzten 15 Jahre“, mit Vulkan, DirectX 11 oder OpenGL.
  • Nintendo DS: melonDS kann per Software rendern, also mit dem Prozessor, oder per OpenGL, was die CPU entlastet.
  • Ausreichender Mini-PC: ein N100 für beide.

PlayStation 2: PCSX2

Bei diesem System merkt man den Unterschied zwischen einem schwachen und einem guten Rechner am deutlichsten. PCSX2 nennt drei Stufen mit dem Single-Thread-Wert von PassMark:

  • Minimum: Prozessor mit SSE4.1, 2 Kerne mit 4 Threads und ein Single-Thread-Wert von 1.500 oder mehr (offizielle Beispiele: i7-2760QM oder FX-8350). Grafik mit Vulkan 1.1, DirectX 11 oder OpenGL 3.3. 8 GB RAM.
  • Empfohlen: Prozessor mit AVX2, 4 Kerne und ein Single-Thread-Wert von 2.000 oder mehr (i7-4790 oder Ryzen 5 1600). Grafikkarte mit 4 GB Speicher und Vulkan 1.3 oder DirectX 12. 16 GB RAM.
  • Für deutlich höhere Auflösungen: Single-Thread-Wert von 2.600 oder mehr und 6 Kerne (i7-8700K oder Ryzen 5 3600X), dazu eine Grafikkarte mit 8 GB.
  • Ausreichender Mini-PC: Ein N100 liegt knapp unter der empfohlenen Stufe und schafft nur leichtere Spiele in Originalauflösung flüssig. Ein Ryzen 5 5600U hat mehr als genug Prozessorleistung, aber seine Vega-Grafik beschränkt ihn auf die einfache bis doppelte Originalauflösung. Mit einer Radeon 780M lässt es sich bereits gut in 1080p spielen.

GameCube und Wii: Dolphin

  • Minimum: 64-Bit-Dual-Core-Prozessor mit hoher Taktfrequenz. Grafik mit DirectX 11.1 oder OpenGL 4.4. 2 GB RAM und Windows 10 oder neuer.
  • Empfohlen: 4 schnelle Kerne. Dolphin rät ausdrücklich von den stromsparenden Prozessoren der U- und Y-Serie ab.
  • Ausreichender Mini-PC: Wegen dieses Hinweises besser ein Ryzen der HS-Serie mit Radeon 780M, der außerdem 1080p schafft. Ein Ryzen 5 5600U bewältigt viele Spiele, aber nicht alle.

Nintendo 3DS: Azahar

Nach dem Aus von Citra im Jahr 2024 ist heute Azahar der gängige Emulator. Er entstand aus dem Zusammenschluss zweier Citra-Versionen, die weitergeführt wurden.

  • Minimum: Prozessor mit SSE4.2 und einem Single-Thread-Wert von über 1.800 bei PassMark. Grafik mit OpenGL 4.3 oder Vulkan 1.1. 2 GB RAM (4 empfohlen).
  • Ausreichender Mini-PC: Ein N100 arbeitet am Limit, denn sein Single-Thread-Wert liegt bei rund 1.880. Mit einem Ryzen 5 5600U haben Sie reichlich Reserve.

Wii U: Cemu

  • Minimum: ein Ryzen 3 oder ein Intel Core i5; Cemu rät von AMD-Prozessoren aus der Zeit vor Ryzen ab. Grafik mit OpenGL 4.5 oder Vulkan 1.2, mindestens auf dem Niveau einer GeForce GTX 700 oder einer Radeon HD 7000. 4 GB RAM (8 empfohlen).
  • Achtung: Cemu unterstützt integrierte Grafik nicht offiziell, und bei Intel ist die Unterstützung eingeschränkt.
  • Ausreichender Mini-PC: ein Ryzen mit Radeon 780M – in dem Wissen, dass das ohne offizielle Unterstützung läuft.

PlayStation 3: RPCS3

Von allen Systemen auf dieser Liste ist es das anspruchsvollste, das sich auf einem Mini-PC noch gut spielen lässt.

  • Minimum: jeder 64-Bit-Prozessor, aber RPCS3 warnt, dass die Leistung ohne AVX2 oder mit 4 Threads oder weniger schlecht ist. 8 GB RAM.
  • Empfohlen: 6 Kerne und 12 Threads, AMD Ryzen der 5000er-Serie (Zen 3) oder neuer bzw. Intel Core der 10. Generation oder neuer. Grafik mit Vulkan 1.2: AMD Radeon RX 5000 oder neuer bzw. NVIDIA GTX-1600- / RTX-2000-Serie oder neuer. 16 GB RAM im Dual-Channel-Betrieb.
  • Achtung bei Intel: RPCS3 empfiehlt keine einzige Intel-Grafik. Mini-PCs mit N100 scheiden damit aus.
  • Ausreichender Mini-PC: Mit einem Ryzen 5 5600U oder einem 5600G reicht der Prozessor, aber die Vega-Grafik ist zu schwach, sodass nur leichtere Spiele laufen. Mit einem Ryzen 7 7840HS oder 8845HS (Radeon 780M) läuft ein großer Teil des Katalogs, und ein Ryzen AI 9 HX 370 (Radeon 890M) ist das Beste, was es derzeit bei Mini-PCs gibt.

Xbox 360: Xenia Canary

  • Minimum: 64-Bit-Prozessor mit AVX (6 Kerne empfohlen) und Grafik mit DirectX 12 oder Vulkan; mit OpenGL oder DirectX 11 läuft der Emulator nicht. 4 GB RAM (6 empfohlen).
  • Empfohlen: eine Grafikkarte auf dem Niveau einer GeForce GTX 980 Ti, das noch keine integrierte Grafik erreicht.
  • Ausreichender Mini-PC: einer mit 780M oder 890M für leichtere Spiele. Für ernsthaftes Spielen braucht man einen PC mit dedizierter Grafikkarte.

PC-basierte Arcade-Automaten: TeknoParrot

Ab den 2000ern waren viele Arcade-Automaten im Inneren bereits Computer: Taito Type X, Sega Lindbergh oder RingEdge. Dazu gehören Spiele wie Street Fighter IV, The King of Fighters XIII, BlazBlue oder Outrun 2 SP. TeknoParrot führt sie unter Windows aus.

  • Anforderungen: TeknoParrot veröffentlicht keine Hardware-Anforderungen. Am sichersten ist ein Rechner mit dedizierter Grafikkarte, und jedes Spiel sollten Sie vorher in der Kompatibilitätsliste prüfen.
  • Achtung: TeknoParrot gibt es nur für Windows, und Batocera enthält es nicht, bringt aber einen eigenen Loader für die Spiele von Sega Lindbergh mit. Wenn Sie diese Automaten interessieren, werfen Sie einen Blick in unseren Ratgeber zu RetroBat, das TeknoParrot integriert.

Und Nintendo Switch und PS4?

Diese Systeme behandeln wir in diesem Ratgeber nicht. Die bekanntesten Switch-Emulatoren wurden 2024 nach rechtlichen Schritten von Nintendo eingestellt, und die Lage der verbliebenen ändert sich alle paar Monate; Batocera etwa enthält die Switch-Emulation nicht mehr. Der PS4-Emulator shadPS4 befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Übersichtstabelle: Was Sie für jedes System brauchen

System Emulator Minimum (laut Emulator) Ausreichender Mini-PC (Schätzung)
2D-Arcade (CPS1, CPS2, Neo Geo) MAME, FinalBurn Neo 64 Bit mit SSE4.2 (MAME) Intel N100
8 und 16 Bit RetroArch Jeder PC Intel N100
PlayStation 1 DuckStation 64 Bit mit SSE4.1, OpenGL 3.1 oder Vulkan Intel N100
Nintendo 64 Mupen64Plus, ParaLLEl Vulkan 1.1 (ParaLLEl) Intel N100
Dreamcast, Naomi, Atomiswave Flycast Nicht veröffentlicht Intel N100
PSP und Nintendo DS PPSSPP, melonDS So gut wie jeder PC Intel N100
Sega Model 3 Supermodel Moderne 64-Bit-CPU, Mittelklasse-Grafikkarte Ryzen 5 5600U
PlayStation 2 PCSX2 SSE4.1, 1.500 pro Kern, 8 GB Ryzen 5 5600U (1080p: Radeon 780M)
GameCube und Wii Dolphin Schneller Dual-Core, DirectX 11.1 oder OpenGL 4.4 Radeon 780M
Nintendo 3DS Azahar SSE4.2, über 1.800 pro Kern Ryzen 5 5600U
Wii U Cemu Ryzen 3 oder Core i5, OpenGL 4.5 oder Vulkan 1.2 Radeon 780M
PlayStation 3 RPCS3 64 Bit, besser mit AVX2 und mehr als 4 Threads Radeon 780M oder 890M
Xbox 360 Xenia Canary AVX, DirectX 12 oder Vulkan Dedizierte Grafikkarte
PC-Arcade-Automaten TeknoParrot Nicht veröffentlicht (nur Windows) Dedizierte Grafikkarte

Welcher Mini-PC in Ihren Arcade-Automaten gehört

In einem Bartop hat ein Mini-PC nur Vorteile: Er ist so groß wie ein Buch, wird kaum warm und verbraucht viel weniger Strom als ein Tower. Je nachdem, wie weit Sie gehen möchten, sind dies die vier Stufen, die heute sinnvoll sind:

Die vier Stufen von Mini-PCs zum Emulieren: Intel N100, Ryzen 5 5600U, Ryzen 7 mit Radeon 780M und Ryzen AI 9 HX 370 oder dedizierte Grafikkarte

  • Intel N100 oder N150. 2D-Arcade, 8- und 16-Bit-Konsolen, PS1, N64, Dreamcast, Naomi, PSP, DS und leichtere PS2-Spiele. Die günstigste Option und die, die am wenigsten warm wird, aber für PS3 ungeeignet und bei 3DS knapp.
  • Ryzen 5 5600U oder 5625U (oder ein Ryzen 5 5600G, wenn Sie einen Desktop-PC einbauen). Hinzu kommen PS2 in einfacher bis doppelter Originalauflösung, 3DS, Model 3 und viele Spiele für GameCube und Wii. Bei PS3 nur leichtere Spiele.
  • Ryzen 7 7840HS oder 8845HS mit Radeon 780M (oder ein Ryzen 5 8600G für den Desktop). Der Sweet Spot für einen Bartop: PS2 und GameCube in 1080p, Wii U und ein großer Teil des PS3-Katalogs.
  • Ryzen AI 9 HX 370 oder ein PC mit dedizierter Grafikkarte. Für anspruchsvolle PS3-Spiele, Xbox 360 und PC-Arcade-Automaten mit TeknoParrot.

Denken Sie bei jedem davon an das, was wir oben gesagt haben: RAM im Dual-Channel-Betrieb (außer bei N100 und N150, die das nicht haben) und eine SSD.

Wie der PC in Ihren Automaten passt

  • Die Steuerung: Joysticks und Tasten werden per USB über ein Zero-Delay-Interface mit dem PC verbunden, eines pro Spieler. Der Computer erkennt es als ganz normalen Controller, und Sie müssen die Tasten nur beim ersten Mal zuweisen.
  • Das System: Wenn der Automat direkt in die Spiele starten soll, ohne Umweg über den Desktop, ist Batocera am bequemsten. Wenn Sie TeknoParrot oder Steam-Spiele nutzen möchten, brauchen Sie Windows, und dort bietet RetroBat ein ähnliches Erlebnis. Ausführlicher vergleichen wir beides in unserem Ratgeber zu Arcade-Emulationssystemen.
  • Die Spiele: Emulatoren enthalten weder Spiele noch BIOS. Sie müssen Kopien der Spiele und Konsolen verwenden, die Sie im Original besitzen.

Wenn Sie das komplette Gehäuse mit allem möchten, was Sie zum Anschließen Ihres PCs brauchen, enthalten unsere Packs mit USB-Schnittstellen das Gehäuse, die Vinylfolien, die Joysticks, die Tasten und pro Spieler ein Zero-Delay-Interface samt Verkabelung. Den PC bringen Sie selbst mit.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich einen alten PC verwenden, den ich zu Hause habe?

Für 8- und 16-Bit-Konsolen und für PS1 mit ziemlicher Sicherheit ja. Bei Arcade kommt es darauf an: Aktuelle MAME-Versionen brauchen SSE4.2, und Core 2 Duo und Phenom haben das nicht. Ab PS2 und GameCube entscheidet der Single-Thread-Wert des Prozessors: Schlagen Sie ihn bei PassMark nach und vergleichen Sie ihn mit den Anforderungen in diesem Ratgeber.

Brauche ich eine dedizierte Grafikkarte?

Für fast alles nicht, sofern die integrierte Grafik eine moderne Radeon ist, etwa die 780M, und der RAM im Dual-Channel-Betrieb läuft. Bedenken Sie, dass Cemu (Wii U) integrierte Grafik nicht offiziell unterstützt und bei PS3 nicht der ganze Katalog läuft. Nötig wird eine dedizierte Grafikkarte für Xbox 360, für TeknoParrot oder wenn Sie in sehr hohen Auflösungen spielen möchten.

Wie viel RAM ist nötig?

8 GB reichen bis einschließlich PS2 für fast alles. Für PS3 16 GB im Dual-Channel-Betrieb, wie es RPCS3 verlangt.

Ist ein Mini-PC oder ein Raspberry Pi besser?

Der Raspberry Pi 5 ist günstiger und schafft mühelos alles bis Dreamcast und Naomi, mit Recalbox 10.1 auch einen guten Teil von Model 3. Wenn Sie PS2, GameCube oder mehr möchten, brauchen Sie einen PC. Den vollständigen Vergleich finden Sie in Welches System für den Arcade-Automaten?

Quellen

Offizielle Anforderungen der einzelnen Emulatoren, abgerufen im Oktober 2026:

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